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Markus Mörschbacher
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Corinna T. Sievers – Die Halbwertszeit der Liebe: Margarete, 45, weiß um die Unerbittlichkeit der Zeit. Sie ist Fachärztin für plastische Chirurgie mit eigener Praxis in Zürich und wird tagtäglich mit den Erscheinungen körperlichen Verfalls konfrontiert. Sie selber ist zerbrechlich, ehrgeizig, willensstark und sehr sensibel. Dass das Alter auch vor ihr nicht Halt macht, ist eine Realität, der sie ins Gesicht schaut.
Warum Männer sie dennoch begehren? Vielleicht weil sie die Kunst der Verführung mit ähnlicher Perfektion beherrscht, wie sie Fett absaugt oder Knie liftet. Auf einem Kongress in Berlin lernt sie Heinrich kennen, eine Koryphäe der Brustchirurgie. Und sie beschließt: Ihn wird sie lieben. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Liebesspiel, das verloren Geglaubtes wachzurufen verspricht. Doch bei einer gemeinsamen Bergwanderung gerät dieses Spiel außer Kontrolle.

Die Autorin Corinna T. Sievers ist selber Kieferorthopädin mit eigener Praxis und versteht es daher sehr gut, auch die medizinischen Aspekte in diesem Roman authentisch zu kommunizieren, die handelnden Personen sprachlich hervorragend treffend zu schildern und

dem erotischen Roman dadurch Intensität zu verleihen.

Also, legen sie das Buch nach dem Lesen der ersten Zeilen nicht beiseite – es wäre schade!

(Frankfurter Verlagsanstalt. 320 Seiten. Preis: 22,60 Euro)     empfohlen von Maria Dünser     BESTELLEN

Unsere neuen Buchtipps

 

J. Ryan Stradal – Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens: Welches die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens sind, erfährt man in diesem Buch nicht. Aber natürlich geht es darin ums - mehr oder weniger genussvolle - Kochen und Essen. Vom Lutefisk, der skandinavischen Ursprungs ist und ungeschulte Nasen eher beleidigt, von der Chilisorte Chocolate Habanero, die sehr scharf ist und die man nicht nur zum Würzen von Speisen verwenden kann, bis zur perfekten Tomate, die Gegenstand langer Diskussion sein kann. Aber eigentlich handelt das Buch von Eva Thorvald, deren bewegtes Leben man begleitet: Sie ist die Tochter des Küchenchefs Lars, der sich bereits Menüpläne für das noch ungeborene Baby ausdenkt und Cynthia, einer Somelière, die so überhaupt keine Muttergefühle empfindet und dann auch Mann und Kind verlässt. Nicht viel später stirbt der Vater, dennoch wächst Eva in einem liebevollen Umfeld auf – bei Verwandten, die zwar eher zur weißen amerikanischen Unterschicht gehören, aber nichtsdestotrotz so gut wie möglich für sie sorgen. Bis Eva Thorvald zur legendären Köchin wird, bei der man vierstellige Beträge bezahlt und mitunter Jahre auf einer Warteliste steht, vergehen viele Jahre und Kapitel.

Das Besondere an diesem – meiner Meinung nach - wundervollen Buch ist, dass jedes Kapitel von anderen Personen handelt, mal steht Eva Thorvald im Mittelpunkt, mal ist sie nur eine Randerscheinung. Und trotz dieser Abwesenheiten – oder gerade deshalb – zeichnet sich ihr Leben und das der Personen, welches sie direkt oder indirekt beeinflusst ab. Abgesehen davon ist es ein wunderbar schwelgerischer und leichtfüßiger Roman, bei dem es aber eben nicht nur um bloße Gaumenfreuden geht, sondern um verlorene Familie, gefundene Freunde, zufällige Bekanntschaften. Und dies alles bestimmt das Leben von Eva Thorvald.

(Diogenes Verlag. 432 Seiten. Preis: 24,80 Euro)     empfohlen von Markus Mörschbacher     BESTELLEN

 

Roger Willemsen – Wer wir waren: Es ist ein sehr kleines Buch, mit wenigen Seiten, geworden. Trotzdem sehr lesenswert, weil so viel, was uns Roger Willemsen noch sagen wollte, kurz und prägnant zusammengefasst wurde. Eigentlich hätte es ein umfassenderer Text werden sollen, aber leider verstarb der Autor im Sommer 2015. Seine letzte öffentliche Rede, die er wenige Wochen vor seinem Tod noch gehalten hat, wurde in diesem kleinen, aber essentiellen Büchlein veröffentlicht.

Diese „Zukunftsrede“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine „Abspaltung aus der Rasanz der Zeit“, eine eindringliche Gesellschaftskritik mit dem Aufruf an die nächste Generation, sich damit nicht einverstanden zu erklären.

„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“ (RW)

Traurigkeit schwingt beim Lesen dieses Büchleins mit, nicht nur des Inhaltes wegen, sondern, weil wir nie mehr von diesem sehr intelligenten, spannenden Menschen etwas Neues sehen/lesen dürfen…

(S.Fischer. 64 Seiten. Preis: 12,40 Euro)     empfohlen von Maria Dünser     BESTELLEN

 

Miguelanxo Prado - Ardalén (Markus Mörschbacher)

Hans Platzgumer - Am Rand (Maria Dünser)

Daniela Emminger - Die Vergebung muss noch warten (Markus Mörschbacher)

Sophia Dembling - Die Macht der Stille (Maria Dünser)

Rolf Bauerdick - Pakete an Frau Blech (Markus Mörschbacher)

Lena Andersson - Widerrechtliche Inbesitznahme (Maria Dünser)

Valerie Fritsch - Winters Garten (Markus Mörschbacher)

Bradley Somer – Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel (Markus Mörschbacher)

Andrea Stoll - Ingeborg Bachmann, Der dunkle Glanz der Freiheit (Maria Dünser)

Eli Brown - Die kulinarischen Anwendungsmöglichkeiten einer Kanonenkugel (Markus Mörschbacher)

Fritz Orter – Ich weiß nicht, warum ich noch lebe (Maria Dünser)

Benjamin Lebert - Mitternachtsweg (Markus Mörschbacher)

Mark Twain - Der geheimnisvolle Fremde; Hörbuch (Maria Dünser)

Leonardo Padura - Ketzer (Markus Mörschbacher)

Tobias Hürter - Der Tod ist ein Philosoph (Maria Dünser)

Florian Werner - Verhalten bei Weltuntergang (Markus Mörschbacher)

Thomas Klugkist - Hanna und Sebastian (Maria Dünser)

Helene Wecker - Golem und Dschinn (Markus Mörschbacher)

Roman Graf – Niedergang (Maria Dünser)

Leon de Winter - Ein gutes Herz (Markus Mörschbacher)

Peter Bieri – Eine Art zu leben; Über die Vielfalt menschlicher Würde (Maria Dünser)

Simon Borowiak – Du sollst eventuell nicht töten (Markus Mörschbacher)

Yoko Ogawa – Das Geheimnis der Eulerschen Formel (Maria Dünser)

E. W. Heine – Kaiser Wilhelms Wal; Geschichten aus der Weltgeschichte (Markus Mörschbacher)

Bernhard Kathan – Stille (Maria Dünser)

Harald Darer – Wer mit Hunden schläft (Markus Mörschbacher)

Monika Held – Der Schrecken verliert sich vor Ort (Maria Dünser)

Kevin Wilson – Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern… (Markus Mörschbacher)

Arezu Weitholz – Wenn die Nacht am stillsten ist (Maria Dünser)

Puntigam/Gruber/Oberhummer – Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln (Markus Mörschbacher)

Christoph Ransmayr – Atlas eines ängstlichen Mannes (Maria Dünser)

Franzobel - Was Männer so treiben, wenn die Frauen im Badezimmer sind (Markus Mörschbacher)

Hans Platzgumer - Trans-Magreb (Maria Dünser)

Mathias Wegehaupt - Schwarzes Schilf (Maria Dünser)

Thomas Raab - Der Metzger bricht das Eis (Markus Mörschbacher)

Dan Franck – Montparnasse und Montmartre (Maria Dünser)

Heinrich Steinfest - Die Haischwimmerin (Markus Mörschbacher)

Hanns-Josef Ortheil - Liebesnähe (Maria Dünser)

Anthony McCarten - Liebe am Ende der Welt (Markus Mörschbacher)

Lisa Moore – Und wieder Februar (Maria Dünser)

Steve Earle – I'll never get out of this world alive (Markus Mörschbacher)

Oswald Oelz – Orte, die ich lebte, bevor ich starb (Maria Dünser)

Matt Ruff – Fool on the Hill (Markus Mörschbacher)

Marco Balzano – Damals, am Meer (Maria Dünser)

Chris Priestly – Schauergeschichten vom Schwarzen Schiff (Markus Mörschbacher)

Martin Suter - Allmen und die Libellen (Maria Dünser)

Richard Harvell - Der Kastrat (Markus Mörschbacher)

Philip Roth - Demütigung (Maria Dünser)

Ian McEwan - Solar (Markus Mörschbacher)

Jürgen Domian - Der Gedankenleser (Maria Dünser)

Clemens J. Setz - Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes (Markus Mörschbacher)

Anna Mitgutsch – Wenn du wiederkommst (Maria Dünser)

John Irving – Letzte Nacht in Twisted River (Markus Mörschbacher)

Erika Pluhar - Spätes Tagebuch (Maria Dünser)

Franzobel - Lusthaus, oder Die Schule der Gemeinheit (Markus Mörschbacher)

Richard Schaub - Das Ende der Angst (Maria Dünser)

Axel Simon - Tatütata für Peter Sputnik (Markus Mörschbacher)

Hanns-Josef Ortheil - Die Erfindung des Lebens (Maria Dünser)

Rolf Bauerdick - Wie die Madonna auf den Mond kam (Markus Mörschbacher)

Peter Stamm - Sieben Jahre (Maria Dünser)

Reif Larsen - Die Karte meiner Träume (Markus Mörschbacher)

Fabio Volo - Einfach losfahren (Maria Dünser)

Ken Bruen: Jack Taylor fliegt raus (Markus Mörschbacher)

Leticia Wierz – Das Haus der sieben Frauen (Maria Dünser)

Anonymus – Das Buch ohne Namen (Markus Mörschbacher)

Irène Némirovsky – Herr der Seelen (Maria Dünser)

Fred Vargas – Der verbotene Ort (Markus Mörschbacher)

Joel Haahtela - Sehnsucht nach Elena (Maria Dünser)

Joey Goebel: Heartland (Markus Mörschbacher)

Dominique Bona - Camille und Paul; Kunst und Leben der Geschwister Claudel (Maria Dünser)

Adam Davies – Goodbye Lemon (Markus Mörschbacher)

Roger Willemsen - Der Knacks (Maria Dünser)

Heinrich Steinfest - Mariaschwarz (Markus Mörschbacher)

 

Frühere Empfehlungen

 

Heinrich Steinfest – Das Leben und Sterben der Flugzeuge: Kann man ein ganz gewöhnlicher Pariser Bahnhofsspatz sein und gleichzeitig ein deutscher Kommissar namens Blind? Kann es in Belfast ein Hochhaus mit einer geheimen Etage geben, das für Spatz und Kommissar lebenswichtig ist, obwohl dieser Wolkenkratzer doch nie gebaut worden ist? Und vor allem: Kann an einem verborgenen Ort das Wrack eines gewissen Flugzeugs der Malaysia Airlines liegen, das doch erst Monate später spurlos verschwinden wird?

Zugegeben: Ich habe mir anfangs ein bisschen schwer getan, mich in diese (wieder einmal) neue Welt von Heinrich Steinfest einzufinden. Ein Spatz, der so denkt und handelt, als wäre er ein Mensch (und trotzdem doch ganz eben dieses Tier, also ein gewöhnlicher Haussperling bleibt)? Ein Geheimbund dieser Tiere, die ein ganzes Stockwerk in einem Hochhaus besetzten, hochtechnisiert und aber doch ungemein geheim? Und auf der anderen Seite ein Mensch, der schlecht schläft – und wenn, dann immer in der Gestalt eines Spatzes träumt? Und der in einen höchst dubiosen Fall verwickelt wird? Aber wer die Romane Heinrich Steinfests kennt, weiß: In seinen Welten ist das alles ein Leichtes. Seine Gratwanderung zwischen Phantastischem und Realität gerät ihm auch diesmal wieder zu einem hochliterarischen Drahtseilakt, der die Lektüre dieses Romans zu einem überaus spannenden, ja atemberaubenden Vergnügen macht. Man muss sich nur darauf einlassen und sich überraschen lassen von diesen übersprudelnden Ideen, von der Sprache, die in einem plaudernden und dennoch aber auch sehr weisen Ton daherkommt. Nein, es ist kein Fantasy-Roman, nein, es ist kein Krimi. Es ist natürlich beides zusammen und mehr als die Summe der einzelnen Teile. Eben ein echter, sehr originell-surrealer Steinfest! Bitte genussvoll lesen!

(Piper. 608 Seiten. Preis: 25,70 Euro)     empfohlen von Markus Mörschbacher     BESTELLEN

 

 

Sophie Hénaff – Kommando Abstellgleis: Das Pariser Hauptkommissariat hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen - wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne, die zwar glücklich ist, dass sie überhaupt noch als Kommissarin arbeiten kann, ist keineswegs still und kuscht nicht vor der Obrigkeit. Im Gegenteil: mit ihrer nach und nach anwachsenden Truppe der verkrachten Existenzen macht sie das Beste aus der nicht vorhandenen Ausstattung im schäbigen „Büro“ und legt gerne den Finger in die alten Wunden von nicht aufgeklärten und aussichtslosen Fällen, die man ihr – als Beschäftigung – vorlegt. Und zum Schrecken der neuen Chefs funktioniert das besser als erwartet…

Sehr originell, wie die Autorin in diesem wirklich angenehm zu lesenden Krimi die Personen zueinander finden, agieren und Fälle lösen lässt! Und trotz diesen sehr unterschiedlichen und mitunter auch recht schrägen Charakteren wirkt es nicht, als wäre die Handlung zu konstruiert. Im Gegenteil, es scheint fast so, als ob die Personen immer vielschichtiger werden, je weiter die Geschichte fortschreitet. Blutig geht es hier kaum zu und man kann auch noch sehr gut schlafen nach dieser Lektüre – wer also eher den klassischen Krimi einem Thriller bevorzugt und auch einer Prise Humor und Zynismus etwas abgewinnen kann, der wird mit diesem Buch bestimmt glücklich! Und übrigens: Fortsetzung folgt…

(Carl’s Books. 352 Seiten. Preis: 15.50 Euro)     empfohlen von Markus Mörschbacher     BESTELLEN

 

Jean-Luc Seigle – Ich schreibe Ihnen im Dunkeln: Einfühlsam und poetisch erzählt Jean-Luc Seigle in diesem dichten, intensiven Roman von der Leidenschaft und den Wünschen einer Frau, die, attraktiv und talentiert, mit ihrem Begehren immer wieder scheitert. Es ist eine wahre Begebenheit, die Jean-Luc Seigle in seinem neuen Roman von der Hauptfigur Pauline erzählen lässt, als sie, in einem Haus in Marokko sitzend, ihre Geschichte aufschreibt. Die tragische Geschichte einer jungen und begabten Frau, die während der deutschen Besatzung Frankreichs für einen deutschen Militärarzt arbeitet und dessen Geliebte wird. Nach der Befreiung Frankreichs üben Männer der Résistance fürchterliche Rache an ihr. Später studiert Pauline in Paris, will sich ihrer großen Liebe Félix offenbaren und wird wegen ihrer Vergangenheit von ihm abgewiesen. Im Affekt tötet sie Félix. Sie wird 1950 zum Tode verurteilt, die Strafe wird in lebenslänglich umgewandelt. Währenddessen dreht der Regisseur Henri-Georges Clouzot auf der Grundlage ihres Schicksals den Film "Die Wahrheit" mit Brigitte Bardot in der Hauptrolle. Aus dem Gefängnis entlassen, muss Pauline sich mit diesem Film konfrontieren und weicht schließlich nach Marokko aus. Wieder verliebt sie sich, wieder will sie sich erklären, will herausfinden, was denn ihre Wahrheit ist.

Eine sehr berührende Geschichte, die in Anbetracht dessen, dass sie nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde, noch tiefer geht. Es ist sehr raffiniert, wie der Roman sich um die Fakten rankt und diese sehr geschickt miteinbringt. Zu Tränen gerührt über diese einfühlsame Geschichte ist das Buch „Ich schreibe Ihnen im Dunkeln“ unbedingt eine Empfehlung wert!

(C.H.Beck. 207 Seiten. Preis: 20,60 Euro)     empfohlen von Maria Dünser     BESTELLEN